Hier wird die Entwicklung eine Erweiterungskarte für den UPL Audio-Analyzer von R&S vorgestellt.
HINWEIS: Bei diesem Hobbyprojekt handelt es sich um einen Prototypen einer Idee und nicht um ein fertiges Produkt. Nachbau und Verwendung erfolgen auf eigenes Risiko!!!
Allgemeines
Ein Audiomessplatz UPL von R&S wurde mir zu einem günstigen Preis zum Kauf angeboten, da er aus einer Insolvenzmasse stammte.
Diese Maschine aufgrund ihrer Architektur, nämlich sehr präzise und klirrfaktorarme A/D und D/A Wandler mit extrem aufwendiger analoger Signalkonditionierung und hunderten intelligenter Designentscheidungen hochwertigsten Komponenten usw. eine hervorragende Erweiterung für den Messgerätepark eines Audio-Hobbyisten. Auch die Möglichkeit der schnellen Auswertung am Gerät, flexibler Messungskonfiguration, Scripting auf dem Gerät, digitale Audio I/Os, usw. lassen viele Messungen zu, die sonst nur mit einer ganzen Burg von verschiedenen Geräten in Kombination möglich wären.
Wäre da nicht der stolze Preis, den man bei R&S seinerzeit für solch ein Schätzchen bezahlen musste.
Auch heute noch zahlt man für ein solches Gerät stolze Preise, oder bekommt eine absolute Bastelbude, wenn das Gerät “durch” ist.
Glücklicherweise kam der UPL in einem dem Alter angemessenen Zustand, bis darauf dass auf dem integrierten PC-Mainboard tatsächlich vier Elektroyltkondensatoren einfach schlicht fehlten, direkt im Spannungsregler für die CPU-Corespannung. Der Apparat lief dennoch problemlos. Für ein Audiomessgerät war dessen Betriebsgeräusch das einer einer defekten Schlagbohrmaschine in einem Abrisshaus glich, welches vom CPU-Lüfter herrührte, etwas unwürdig.
Beide Probleme wurden dann prompt beseitigt, in der Tat bekommt man für endliches Geld brauchbare CPU-Lüfter aus aktueller Produktion.
Nun kam, das was kommen musste: Es fehlten ganze zwei Optionen in der Maschine um diese wirklich absolut universell zu machen.
Die Option B5, der Mithörausgang um den es hier gehen soll, und die B1 der High-Precision Osciallator.
Die Gebrauchthandelsplätze spülten keine der Optionen zu Tage und die Verkaufspreise waren horrend. Dankenswerterweise befand sich im Lieferumfang des Geräts ein Service-Manual. Damals (tm) hatte man wohl noch das Ethos, dass man wenn man schon so viel Geld ausgab, man es auch wirklich besaß und es sogar selbst zu reparieren versuchen durfte. Etwas was heute leider zu sehr der geplanten Obsoleszenz zum Opfer gefallen ist.
Wie dem aus sei: Es gab einen Schaltplan, einen Bestückungsplan, eine Bauteilliste und sogar eine Bestückungskoordinaten-Liste.
Dann mal ran ans Bauen, oder? Wenn da nicht die Mondpreise für abgekündigte Halbleiter wären, von denen es in dem Design mindestens vier Stück gab. Und so nahm es seinen Lauf…
Original Schaltplan abzeichnen
Zunächst wurde der original Schaltplan abgezeichnet, die Board-Outline zurecht gerückt und dann erst einmal alles auf “Original” gezeichnet und die Bauteile grob platziert.
Aber gerade der verwendete Audio D/A Wander von Crystal Audio war nur von windigen Händlern aus China im Angebot. Eine gute Chance, Geld für defekte, umgelablete Chips die irgendwas tun, oder ähnlichen Schrott auszugeben.
Auch die Audio-Lautstärkereglung machte keine haben Sachen: 12bit multiplizierende A/D-Wandler wurden hier verwendet, diese waren auch bei Analog Devices nur noch gegen viel Geld und nur von wenigen Distributoren erhältlich.
Ersatzbauteile finden
DAC an den Port hängen
Schieberegisterkette auf Steckbrettern
Schaltplan und Layout fertigstellen
Erste Muster
Inbetriebnahme - Teil 1: Testen mit PiPico
Inbetriebnahme - Teil 2: Am UPL geht nix!
Rabbithole 1: SPI-Bus
Rabbithole 2: UPL Software
Inbetriebnahme - Teil 3: Eine neue Hoffnung
Bodges
Ausblick
Quellcode
Hier finden sich die Quellcodes und Zeichnungen für die mechanischen Komponenten.
Für die Schaltpläne und Layouts für die Türschlossansteuerungs-Leiterplatten wurden nicht vom Autor erstellt
und können daher an dieser Stelle gegenwärtig nicht veröffentlicht werden. Da sich die Pin-Konfiguration
des Arduino in der Datei zuul_device_firmware.ino findet, sollte ein Nachbau dennoch nicht schwer
fallen.